Sternstunden für Kinder

Es ist Sternstundentag – eine gute Einrichtung für Kinder. Es wird gesammelt und gesammelt und ich höre viele gute Aktionen, aber dennoch beschleicht mich ein wenig ein Gefühl von – was hat unsere Generation anders gemacht – waren wir zu doof, haben alles alleine organisiert.
Thema:
Frühstück in der Schule:
Es ist gut, dass die Kinder etwas zu essen bekommen. Nur wenn ich höre, die Mama schläft länger, die Mama hat immer Stress, da ist keine Zeit zum Frühstücken…

Da frage ich mich, wie haben wir das gemacht. Ich bin jahrelang vor meinen Kindern aufgestanden und habe Brote geschmiert, Frühstück hergerichtet, das heißt Verantwortung übernehmen. Zu meiner Zeit gab es wenig, bzw. keine Ganztagesbetreuung, Kleinkindbetreuung, Essensausgabe, geschweige, das mittags gekocht wurde. Ich persönlich habe keine hohe Rente, da ich die Zeit meinen Kindern geschenkt habe – gut, meine Entscheidung – aber bis heute nicht bereut.


Was ist auf dieser Welt los?

– Schaffen es manche Eltern nicht? Warum?
– Geben Sie gerne die Verantwortung ab?
– Ist unsere Politik falsch?
– Sind die Arbeitszeiten so unflexibel?
– Will jeder alles?
– Viele Burnouts bei Eltern – Familienmanager

Das sind doch alles Auswirkungen von einem verkehrten System. Da stimmt doch etwas nicht. Sind viele das Arbeiten nicht mehr gewöhnt? Haben wir etwas Falsches vorgelebt? Sind das Auswirkungen einer Fun-Gesellschaft oder überfordert diese Welt viele?

Nach vielen Gesprächen mit jüngeren Müttern ist es wirklich schwierig, Job und Kinder unter einen Hut zu bringen, geschweige denn, wieder einzusteigen. Nicht jeder hat den finanziellen Rückhalt, sich eine Putzfee oder Kinderfrau leisten zu können.

Eine Bitte an die Politik und Arbeitgeber:
Wie kann eine Gesellschaft inclusive Arbeitswelt so gestaltet werden, dass Raum für die Kinder, unsere zukünftige Gesellschaft ist und eine Familie es schafft ihren Alltag mit allen Anforderungen zu stemmen.
Liebe Politiker, da muss sich etwas ändern. Liebe Arbeitgeber, auch Ihr seid gefordert umzudenken. Ich wünsche mir mehr Flexibilität und das die Toleranz größer wird.

Was ich mir wünsche:   
– eine Familiengerechte Welt
– Mieten die bezahlbar sind
– achtsame und verantwortungsbewußte Erziehung
– starke Eltern und Kinder
– Soziale Kompetenzen
– Freude am Leben mit dem Gefühl ich bin willkommen, es ist schön, das ich hier bin.
– Zeit für Familien

Wie Wolfgang Krebs sagt „Kinder sind unsere Zukunft“

Wer Antworten auf meine Fragen hat, schreibt mir, ich lerne auch gerne dazu und werde den Satz eines Kindes nie vergessen: „Wir sind gut versorgt, aber meine Mama ist nie da“

Bewegung für groß und klein – Waldspiele

WaldSie kennen das sicher, immer die Diskussionen mit den Kindern: Was machen wir heute. In der SZ lese ich, wie viele Kinder wie lange vor dem Computer hängen, da ist der TV Konsum noch nicht mit einbezogen. Mir fällt ein Satz ein, der mich immer begleitet hat:
„Wir können unsere Kinder versuchen zu erziehen, aber sie tun das was wir tun“

Also liebe Eltern, packt einen Rucksack mit ein paar wichtigen Utensilien und nichts wie raus in die Natur!
Meine Dauerausrüstung war jahrelang:
Schnüre, Taschenmesser, Lupen, Stifte, Spiegel, Pflaster (Klemmpflaster), Verbandszeug, Fotoapparat, Uhr. Dann noch Trinken und Brotzeit (Apfel, gelbe Rüben, Gurken – halt gsund)

Entdecken Sie die Natur mit den Augen eines Kindes, entdecken Sie ihr inneres Kind. Ich gebe Ihnen ein paar Ideen, dann ist der Spaß garantiert:

o Eine Schnur im Wald spannen und blind entlang gehen(die Schnur wieder mitnehmen)
o Zapfen an Bäume oder Baumstümpfe werfen
o Einen Zapfen an eine Schnur binden, das ist der Phantasiehund
o mit einem Spiegel durch den Wald laufen (fördert die Wahrnehmung und Reflexe)
o Fotos im Spiegel machen (Augen)
o Zwergenhäuser im Wald bauen
o sich blind führen lassen (Vertrauen, Füße)
o Stille „Was hörst du“ , wo hörst du was? (Ohren)

Nach so einem Tag oder ein paar Stunden sich gemeinsam hinsetzen und Bilder malen, oder gemeinsam eine Geschichte schreiben. Diese dann in ein Familienbuch legen.
So ein Tag ist einmalig, diese Zeit, diese Stunden. Sie und die Kinder werden sich an dieses Erlebnis erinnern. Vielleicht erst viel später, wenn sie weiterlernen. (Naturwissenschaft, Fotografie, Forstwirtschaft oa)

BaumIch hatte immer das Gefühl, das ich in der Natur eine Art Zeitlosigkeit erlebe. Einfach sein und Kraft tanken. Diese Erfahrung und die Neugier ist bis heute. Und wir haben immer ganz viel entdeckt. Diese Stunden statt Fernseher oder Computer sind Gold wert. Ihre Kinder werden einzigartige Erfahrungen machen und es kommt nicht darauf an eine große Wanderung zu machen, sondern den Moment zu genießen. Ich wünsche viel Spaß und vielleicht ist die ein oder andere Anregung für die Ferien dabei .

Übrigens sind viele Ideen auch für Erwachsene. Ausprobieren und berichten!

Neubeginn – Geburt – Veränderung – Wie geht es leichter?

header-jl1.jpgNeubeginn – 1 Jahr ist meine neue Seite online – Geburt – Veränderung – meine Kinder wachsen und wachsen und…

…immer wieder passiert es mir, dass mir ein Foto meines Sohnes begegnet. Zum Beispiel auf der Seite Gauting Wahl.de. So ist das, wenn die Kinder groß werden. Erst heute war ein Spezialist im Radio und bemerkte, dass Eltern ihre Liebe immer wieder auf eines der Kinder teilen. Es ist kaum möglich beide gleichzeitig zu lieben. Viel wichtiger, ihre Fähigkeiten und ihren Charakter wahrzunehmen. Meine Tochter verwöhnt uns immer wieder mit wunderbaren kulinarischen Köstlichkeiten. So hat jeder seine Spezialität.

Immer wieder bekomme ich die Frage, „Welcher Familienratgeber ist gut?“.  Ich bin überzeugt, wir können unsere Kinder nicht erziehen, wir müssen es vorleben. Wir Eltern haben als Aufgabe uns immer wieder weiterzuentwickeln, immer wieder zu verändern, mit uns selbst in Frieden zu kommen. Bei vielen Fällen denke ich mir, die Eltern sollten in Therapie, nicht die Kinder.

Bei den meisten Freunden, wo die Eltern aktiv sind, sind es die Kinder auch. Ich möchte Eltern einladen, nicht zu viel zu denken, sondern mit Ihren Kindern er-leben. Ein Buch von Emmi Pickler hat mich lange begleitet:  „Friedliche Babys-zufriedene Mütter.“ Das war ein Motto und ist es immer noch.

Angefangen bei der Schwangerschaft und der Geburt. Sie ist doch schon wegweisend. Zu meiner Zeit war Schwangerschaft etwas Schönes und ich durfte 2 normale Geburten erleben. Zugegeben, ich hatte auch den Gedanken, es gibt im Moment der Geburt etwas schöneres, aber danach habe ich alle diese ungeahnten Kräfte gebraucht. Auch das Bewusstsein, wir, das Kind, der Vater und ich, haben schon viel geschafft. Selbst bei sportlichen oder beruflichen Herausforderungen gibt mir dieses Erlebnis Kraft. Die Geburt ist ein  einzigartiges Erlebnis. Kürzlich erinnerte mich eine Klientin wieder daran, „dass ich sie gerettet habe“, als ich sie schwanger getragert habe.

Zum Thema Kaiserschnitt kommen mir immer wieder Gedanken. Kann es sein, dass die Folgeerscheinungen von unruhigen Kindern, der Run auf Logopädie, Ergotherapie und was es alles gibt, zusammen hängt? Soviel ich verstanden habe, werden viele Reflexe und die Vernetzung der Gehirnhälften im Geburtskanal aktiviert. 1. Schritt. Dann die Bewegung der Kleinkinder. Bewegung ist eines der wichtigsten Komponenten zur geistigen Reifung. Genauso wie Berührung.  Es gibt halt keine Mathehirn oder Schreibhirn. Es muss sich alles vernetzen. Das Körpersystem fängt an unruhig zu werden, wenn etwas aus dem Lot ist. Nachdem ich mich mit Entwicklungstraumen beschäftigt habe, kann ich das gut nachvollziehen.

Einen Spruch, der nie seine Berechtigung verliert, möchte ich gerne an Sie weitergeben:

Schenken Sie Ihrem Kind und sich das, was Sie nicht kaufen können:  Liebe, Geborgenheit, Zeit, Geduld, Verständnis und Konsequenz

Ich wünsche allen werdenden Eltern, oder die es vorhaben Mut, Intuition und Menschen, die sie liebevoll begleiten.  Außerdem, dass Sie den Mut haben Ihre Kinder auf natürlichem Wege zur Welt bringen.  Ich wünsche mir, dass die Hebammen Unterstützung bekommen ihren wirklich wertvollen Job weiterleben zu können.

Wie Kinder heute wachsen

Da lese ich die Schlagzeile in der Süddeutschen Zeitung, dass Kinder immer dicker werden. Früher waren die Kinder irgendwann schneller beim Laufen als die Eltern. Heute dreht sich das um. Sicher nicht überall, aber wenn ich mich umsehe, frage ich mich sehr oft innerlich:  „Wie kommt es, dass manche Menschen so viel Gewicht mit sich herumschleppen? Gerade junge Mädchen.“
Fehlt die Liebe, die Anerkennung, fehlt die Disziplin? Fehlt der Spaß an der Bewegung? Was ist es. Bei diesen Überlegungen merke ich, dass ich zurzeit eine wunderbare Arbeit in der Ballschule im Gautinger SC habe. Das Konzept der Ballschule kommt aus der Universität Heidelberg und wird dort immer weiterentwickelt. Es ist viel Motorik Training, soziale Kompetenzen, Spaß und natürlich Ballspielen. Meist sind die Kinder 2 Jahre bei mir und da sind Veränderungen sichtbar. Vor allem der Spaß an der Bewegung ist mir wichtig.

Lieber wäre mir natürlich, wenn wir das Ganze in der Natur erleben würden. Leider ist das nicht immer durchführbar.

Wald 3

Zu diesem Thema habe ich ein Buch gefunden, das sehr interessant klingt.

Wie Kinder heute wachsen
Natur als Entwicklungsraum. Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Denken und Fühlen

 

 

„Herbert Renz-Polster und Gerald Hüther – der eine Kinderarzt, der andere Hirnforscher – führen in diesem faszinierenden Buch zu den Quellen, von denen eine gelungene Entwicklung unserer Kinder abhängt. „

Das Buch ist sicher lesenswert  und interessant. Gehen Sie mutig im Dunklen mit der Taschenlampe in den Wald? Da braucht es keine Filme. Der Nervenkitzel reicht bestimmt. Ein unvergessliches Erlebnis für die Kinder.

Ein Blog- Artikel von Olaf Keser-Wagner hat mich inspiriert, diesen Artikel zu schreiben Wald 1und ich empfehle seine Arbeit.

Jetzt noch einen kleinen Entspannungstipp von mir, gerade gut bei kalten Füßen:

Stellen  Sie sich vor, Sie gehen über einen Feldweg, Sie spüren ganz bewusst Ihre Fußsohlen. Wie würde es sich anfühlen, wenn die Fußsohlen lauter kleine Fühler hätten und wirklich die Steine, die Unebenheiten spüren? Versuchen Sie ganz langsam zu gehen, so als ob Sie den Boden entdecken wollen. Schleichen, Spuren spüren, wie ein Indianer. Wie wäre es wenn die Fußsohlen immer weicher werden? Immer geschmeidiger?

Sie können das auch gerne vor dem Computer ausprobieren. Da ist der Boden meist eher glatt, aber dennoch können die Fußsohlen geschmeidiger werden. Werden Ihre Füße schon wärmer? Was passiert?

Probieren Sie diese Übung auf den unterschiedlichsten Wegen und Sie werden merken, wie Ihre Füße immer präsenter werden. Viel Spaß beim Entdecken. Sie können mir auch gerne Ihre Erfahrungen schreiben.

Wald 2