Leichter leben mit Kindern – Rituale

 

 

 

 

 

 

„Familie ist ein Experiment, welchen Weg könnt ihr gemeinsam einschlagen?“

Ich habe irgendwann gelesen: „was für eine Welt möchtest du deinen Kinder hinterlassen“ Das brachte mich zum Nachdenken und Beobachten wie ich durchs Leben gehe, welches Vorbild möchte ich sein.

Rituale

Gibt es in deiner Familie Rituale? Gab es in deiner Herkunftsfamilie Rituale? Welche Rituale fallen dir spontan ein? Rituale geben Sicherheit und verwurzeln, wenn sie aus dem Herzen kommen. Schreibt euch euer Logbuch.

  • Tischgebet/Gute Nachtgebet
  • Kerzen anzünden
  • Regelmäßiges Buchlesen
  • Jahreszeitentische
  • Gemeinsame Lieder, Spiele

Mit den Kindern lebten wir im Wechsel der Jahreszeiten. So gab es bei uns einen Jahreszeitentisch. Die Gestaltung ist offen. Darauf gab es dann Dinge vom Spazieren gehen und verschiedene wechselnde Farben der Tücher. Im Frühjahr kommen meist die weißen Blumen zuerst, dann gelbe, dann rote, oder einen Tisch wie die Feiertage fallen. Ostern, Weihnachten etc. Es gibt Bücher dazu. Kinder sollen die Tische mit abräumen und neugestalten. So lernen sie loslassen und das Veränderungen normal sind. Sie schulen ihre Wahrnehmung beim Spazieren gehen und wollen etwas Besonderes mitbringen.

Eine kleine Geschichte dazu:

In unserer Familie fanden wir ein neues Ritual Weihnachten zu feiern. Mein Mann und ich erzählten, wie es bei uns war, was gut und was nicht so gut war. Als die Kinder klein waren übernahmen wir das Krippen anschauen an Heilig Abend in verschiedenen Kirchen. Es war ein gemeinsamer Ausflug und dann gab es mit der Oma noch Schweinswürstl. Später waren wir in einem italienischen Bistro. Heute gehen wie gemeinsam Mittagessen, aber wir müssen irgendetwas gemeinsames am 24.12 unternehmen. Wichtig ist die Zeit und das Erlebnis.

Rituale

  • Welche Rituale findest du gut?
  • Was kannst du weglassen?
  • Was sind Gewohnheiten aus deiner Ursprungsfamilie? Machen sie für dich Sinn oder erlaubst du dir sie zu verändern?

Übung:

Hinterfrage deine Regeln, deine Gewohnheiten.
Die Zeiten ändern sich und auch Rituale oder Regeln dürfen sich verändern.
Setzt euch gemeinsam an den Tisch und entwickelt eure eigenen Regeln.
Sie werden in eurem Familienbuch festgehalten oder an einem Zettel an der Wand.

Zum Beispiel: Aufgaben verteilen bzw aussuchen lassen oder einen Würfel gestalten, Kärtchen schreiben:
-Schuhe aufräumen, Müll wegbringen, Abspülen, Tisch decken, Blumen gießen etc.

Notiert auch was gut war. Was geklappt hat, am besten auf einer Ermutigungswand.

Körperübung:

Spüre deine Füße und sei neugierig, was du alles um dich herum entdeckst. Welche Farben, Geräusche, Bewegungen? Lass deinen Partner, deine Kinder beschreiben was sie sehen, spüren, merken. Es wird für jeden eine Überraschung, wie unterschiedlich die Welt jedes Einzelnen ist und jeder hat Recht. (Im Wald, in der Stadt, kurz innehalten – spielen)

Gottseidank hat unser Nervensystem es so eingerichtet, dass wir nicht immer alles wahrnehmen, denn sonst würden wir verrückt werden. Dennoch sind die kurzen Pausen zum Auftanken wichtig.

Hier findest du Unterlagen 5 Leichter mit Kindern leben – Rituale – Wünsche

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„Leichter leben mit Kindern“

Leichter leben mit Kindern – Ermutigung

Wohlfühlen bringt Erfolg und Frieden

Schön, dass du hier auf meiner Seite gelandet bist. Ich werde ein paar Ideen für die Zeit der Kindererziehungweitergeben, damit es für dich und deine Familie leichter wird.

Vielleicht denkst du, puuh es gibt doch so viele Elternratgeber. Ich werde dich mit ein paar Fragen unterstützen, damit dein inneres Kind wachsen darf und du gestärkt bist, für die Aufgabe, die dich lange beschäftigen wird. Sicher gibt es Zeiten, wo du glaubst: ich kann nicht mehr. Genau dann ist es wichtig kurz innehalten und überlegen was oder wer dich unterstützen kann. Es kostet außer Zeit nichts und du gewinnst neue Erfahrungen.

„Vertrauen, Neugier und Liebe sind gute Bausteine für dein Haus“

Wer gehört alles zu den Baumeistern deines Hauses und wann ist es Zeit, dass du dein eigenes Haus baust? Wie sollte dein Ort aussehen, wo du dich geborgen, sicher und wertgeschätzt fühlst? Was kannst du deiner Familie geben?

Ermutigung – Verhalten – Person

Auf dem Bild siehst du, wie das Haus aufgebaut ist.

Ermutigung: Wer hat dich ermutigt? (Eltern, Großeltern, Lehrer u.a.) Was für ein Gefühl hast du, wenn du zurück denkst?

Was kannst du wem geben?                Wer ermutigt dich?

 

 

 

Bei Situationen, trenne das Verhalten von der Person/Kind

Beispiele:

Kind schmeißt Glas um
Sage nicht: „du Schussel, sondern oh das ist schlecht, hole schnell einen Lappen und wische alles auf“


Kind hat keine Lust für die Hausaufgaben
Finde im Gespräch einen Weg, wie ihr das regeln könnt. Probiert Verschiedenes aus. Erst spielen, dann lernen oder erst lernen dann spielen. Jedes Kind ist anders.

Niemals sagen „du bist faul“ sondern, „ohne lernen wird deine Schulzeit schwerer“ alternativ „wenn du jeden Tag ein bisschen lernst/trainierst wird es leichter“


Ein Spitzensportler schafft es nur durch Training und Mut. Suche Vorbilder (Sport, Rennfahrer)


Nun die ersten 3 Sätze, wie würdest du umformulieren

  • Du bist unordentlich
  • Du bist unpünktlich
  • Du kannst nicht singen

Nenne mehrere Umformulierungen zu jedem Satz – vielleicht fallen dir auch mehr ein. Deine Kreativität ist grenzenlos.

Eine kleine Geschichte dazu:

Ich bin in einer preußischen Familie mit zwei studierten Eltern aufgewachsen. Es wurde Wert auf Wissen und Interesse gelegt. Es wurde mehr aus dem Kopf gelebt und weniger aus dem Bauch. Ich hatte immer wieder das Gefühl ich gehöre nicht dazu. Warum kann ich nicht beantworten. Ich wollte nicht funktionieren, sondern leben und so störte ich oft das Familienleben. Ein Internat war die Lösung für die Schulzeit. Viele Stolpersteine lagen in meinem Weg und heute ziehe ich meine Stärke daraus. Ich konnte meinen Eltern verzeihen. Sie haben in dem Moment das für sie Richtige getan.

Was ich immer hatte und das wurde mir erst später bewusst, meine Mutter glaubte an mich und das habe ich gespürt.

Übung:

Nehme dein Kind an, vertraue ihm, glaube ihm, liebe es ohne Bedingungen.

Lass es Mitdenken, Lösungen suchen, Beitragen und Verantwortung übernehmen.

Sage nie: Du kannst das nicht, sondern probiere es aus. Du kannst das!

Körperübung:

Schau dir ein Skelett mit deinem Kind an und stellt euch eure Knochen vor. Die sind ganz stark und stützen euch. Stell dir vor, du bist verbunden mit einer Schnur oben an der Decke und pendelst dich aus, wieviel Bewegung ist möglich ohne umfallen. Ihr könnt euch auch gegenseitig anstubsen oder auch halten.

„Baue jeden Tag ein Stückchen an deinem Turm, dann ragt er irgendwann ins Universum“

Hier findest du ein Blatt,  4 Leichter leben mit Kindern – Ermutigung die dir das Beantworten leichter macht.

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Equal Pay Gap

Immer wieder hören wir zur Zeit wieder EqualPay. Hier gibt es ein paar Gedanken dazu.

Equal Pay Gap – „Gemeinsam sind wir stark“

  1. Was bedeutet Equal Pay
  2. Warum ist das in der Realität anders?
  3. Was braucht es um die Situation zu verbessern?
  4. Eine Geschichte von mir
  5. Jede Familie ist einzigartig
  6. Was ich mir wünsche

1. Was bedeutet Equal Pay – Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit

Wir wir in dem Film „Money makes the world go round“ brauchen, egal ob Mann oder Frau jemanden, der für sie kämpft.  Die Generationen vor uns haben für das Wahlrecht für Frauen und gleiche Bildungschancen gekämpft. Jetzt brauchen wir noch die gleiche Bezahlung. Seit 1977 dürfen Frauen selbsständig ihre Arbeitsverträge unterschreiben. Das ist genau 40 Jahre her.

In dem Film ging es darum, dass Frauen in der Firma Ford in England, die Sitze nähten. Durch Streik die Firma Ford lahmlegten.. Sie forderten gleiche Bezahlung und bei mir blieb aus dem Film hängen: „Wenn die Frauen gleich viel verdienen wie Männer legen Sie die Wirtschaft lahm und Männer verdienen nicht mehr so viel. (lt. Firmenchef) Das ist ein interessanter Gedankengang zum Thema Gleichwertigkeit.

 2. Warum ist das in der Realität anders?

Eine Studie zeigte, dass bei Frauen ab 15 Jahre Berufstätigkeit ein Knick kommt. Vermutlich liegt das daran, dass Frauen Kinder bekommen. Ein Wiedereinstieg ins Berufsleben ist heute noch immer sehr schwer.

3. Was braucht es um die Situation zu verbessern?

Die Bereitschaft von allen Arbeitgebern und ein gesellschaftliches Umdenken. Ein guter Arbeitgeber erkennt, dass Mütter gute Organisationstalente sind, selbstverantwortlich und zuverlässig arbeiten. Es braucht eine Aufwertung des „Mutter sein“. Ihr seid Familienmanagerinnen.Eine Politik, die nicht nur für Betreuungsplätze zuständig ist, sondern auch Steuergesetze und Versorgungsansprüche gerecht anpaßt.

4. Eine Geschichte von mir – Zeiten ändern sich

Als meine Kinder klein waren, reichte ein Gehalt zum Leben. Sicherlich mussten wir Kompromisse schließen (Urlaub, Kleidung etc.) Es gab keine Ganztagesbetreuung und so habe ich jeden Mittag gekocht. Bei meiner Herkunftsfamilie war das auch so und ich kam gar nicht auf die Idee eine Tagesmutter zu engagieren. Ich hätte als Arzthelferin auch nicht genug verdient. Für mich ist es immer noch ein Geschenk, dass ich so viel Zeit mit meinen Kindern verbringen durfte. Ich machte das Mutter sein zum Beruf und leitete Eltern-Kind-Gruppen. Heute bin ich selbstständig im Bereich Körperarbeit und Beratung. Seitdem hat sich auf dem Gebiet der Kinderbetreuung einiges getan und die Lebensbedingungen haben sich verändert.

5. Jede Familie ist einzigartig

Jede Familie hat ein eigenes Modell. Wichtig ist, dass jeder zufrieden ist und Frauen lernen, dass sie viel wert sind, gerade nach der Elternzeit. Auch Männer profitieren von der Elternzeit. Was für Fähigkeiten erwirbst du, wenn du ein Kind großziehst? (Verantwortung, schnelle Entscheidungen treffen, Organisation, Managerin, Seelsorgerin uva.) Wie organisiert ihr euren Alltag (Krippe, Tagesmutter, Großeltern) Oft eine immense Herausforderung.

Was ich mir wünsche

Starke Eltern, die Wege finden ihre Kinder groß zu ziehen. Unterstützung vom Staat. Bessere Bezahlung bei der Kinderbetreuung. Arbeitgeber, die Mütter nach ihren Qualifikationen einstellen. Mehr Akzeptanz für Väter, die gerne einen Teil der Erziehungszeit übernehmen wollen.

Um diesem Ziel ein Stückchen näher zu kommen gibt es jetzt ganz neu kostenfrei mein Kurzprogramm Coaching für Eltern – Leichter leben mit Kindern.  
Wenn du neugierig bist, schau es dir an.
„Kinder sind unsere Zukunft und wir sollten in sie investieren“

Am 18.3.2017 gibt es am Marienplatz München um 15.00 Uhr eine Veranstaltung dazu. Mit dabei sind die http://www.webgrrls-bayern.de

Leichter leben mit Kindern – Grenzen

Grenzen setzen

Was gelingt leichter, was schwerer?

Diese Frage passt zum Thema Grenzen setzen. Kinder benötigen altersentsprechende Grenzen. Das ist auch eine Art Liebesbeweis. Das Kind ist dir wichtig und daher kümmerst du dich darum. Kinder wollen Grenzen überschreiten, wenn keine da sind, wo sollen sie üben?

Also mach dich ab und an unbeliebt. Ich verspreche dir, du wirst nicht weniger geliebt.

Ein See ohne Ufer wird versickern

 

Logische Folgen

Überlege dir, wenn du Grenzen setzt oder Folgen ankündigst, ob sie logisch sind. „Logische Folgen sind wirkungslos, wenn sich Erzieher und Kind im Machtkampf oder Rachezyklus befinden. Natürliche Folgen wirken immer. Logische Folgen werden von Erwachsenen oder auch Kindern arrangiert. Sie beruhen nicht auf Willkür, sondern gemeinsamer Erarbeitung, gemeinsam erstellte Regeln“ FRT nach Dreikurs

Dazu eine Geschichte von mir: Ich gestand meiner Mutter, dass ich rauche. Sie meinte darauf hin: „Ich kann dir das nicht verbieten, ich tue es selbst.“ Ich weiß heute noch das Gefühl der Enttäuschung, als ich auf der Rückbank im Auto saß, Ich wollte eine Grenze, geschimpft werden. Nichts kam. So „musste“ ich aus Protest weiterrauchen. Ich hatte mir Ihre Positionierung gewünscht, als Liebesbeweis. Ich rauche nicht mehr. Der Sport war besser.

4 Fragen zu deinen persönlichen Grenzen

  • Wenn ich Grenzen setze, wovor habe ich Angst?
  • Kann ich die Grenze durchziehen?
  • Hat die Grenze etwas mit der Situation zu tun?
  • Was lernt das Kind bei Grenzen?

Wenn ein klares NEIN kommt, gibt es keine Diskussionen. Spürt das Kind oder hört es an der Sprache, dass das Nein nicht wirklich aus vollem Herzen kommt, wird es diskutieren. Prüfe dabei deine Körperhaltung. Wie fühlst du dich dabei? Wenn du keine Lösung weißt, frage das Kind. Sie sind oft sehr kreativ und sie übernehmen damit Verantwortung. Genau das sollen sie lernen.

4 Fragen was dich unterstützt

  • Was brauchst du um standhaft zu bleiben?
  • Verbindung zu den Füßen? (Baum, gut verwurzelt sein)
  • Was brauchst du um die Wut auszuhalten? (Gelassenheit, Humor, Liebe)
  • Innere Stärke, dass deine Entscheidung passt.

SITUATIONEN:

  • Ein Glas fällt um, Kind putzt das Getränk auf
  • Kind will sich nicht anziehen – dann geht es im Schlafanzug in den Kiga.

Eine Geschichte meiner Kinder:

Im Skiurlaub war ich immer die böse Mama, weil unsere Kinder rechtzeitig ins Bett mussten. Sie haben an den nahfolgenden Tagen gesehen, wie müde die Freunde waren, rumnörgelten und Eltern und Kinder genervt waren. Irgendwann viel später haben wir über die „böse Mama“ gelacht.

Körperübung:

Spüre deine Fußsohlen, wippe vor und zurück. Rechts und links, wie weit kommst du ohne umfallen? Pendel dich in deiner Mitte ein. Wie stehst du jetzt auf deinen Füßen? Hat sich etwas verändert?

Eine super Übung für Kinder vor den Hausaufgaben, da wachen alle Gehirnzellen auf.

 

 

Damit es für dich leichter ist, hier noch ein paar Fragen 3 Leichter leben mit Kindern – Grenzen

Schreibe dir zu jedem Punkt wieder ein paar Notizen dazu. Du kannst sie jederzeit erweitern. Notiere dir, wenn eine Situation gut geklappt hat oder teile sie mit uns im Kommentar oder an info@jessica-leicher.de

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Leichter leben mit Kindern – Stimme

Wie stark bestimmt die Stimme unsere Kommunikation?

Wie sprichst du mit mir? Manchmal eine leise Frage?

Schön, dass du hier auf meiner Seite gelandet bist. Ich möchte ein paar Tipps für die Zeit der Kindererziehung  teilen, damit es für dich und deine Familie leichter wird.

Vielleicht denkst du, puuh es gibt doch so viele Elternratgeber. Ja richtig, ich gebe dir ein paar Ideen, dass dein inneres Kind wachsen darf und du gestärkt bist für die Aufgabe, die dich lange beschäftigen wird. Sicher gibt es Zeiten, wo du denkst: ich kann nicht mehr. Genau dann ist es wichtig kurz innehalten und überlegen was oder wer dich unterstützen kann.  Hier ein paar Anregungen, bei denen es gilt die Eigenbeobachtung zu schärfen. Es kostet außer Zeit nichts. Du gewinnst neue Erfahrungen für deinen Alltag.

Stimme und Wirkung

Kennst du das, dich spricht jemand genervt an und was macht das mit dir? Die Nuance in der Stimme hat eine ganz starke Wirkung.

Achte die nächsten Tage darauf, wie du kommuniziert. Was passiert bei einer freundlichen Stimme? Was bei genervter Stimme? Spiele mit den verschiedenen Stimm- und Tonlagen.

  • Wer hat dich freundlich angesprochen?
  • Wie reagierst du auf einen befehlenden Ton?
  • Was passiert bei einem herrschenden Ton?
  • Wie geht es dir, wenn du freundlich angesprochen wirst?

 Formulierungen

Welche Worte erreichen dich? Unser Gehirn kann mit dem Wort nicht nichts anfangen. Immer wieder erlebe ich Eltern die sagen:

 „steige nicht so hoch“ „fall nicht hin“ Schrei nicht herum“ „Laufe nicht auf die Straße“

Wie wäre eine andere Formulierung mit klaren Worten was passieren soll. ZB:

 „Halte dich gut fest, spüre deine Füße, die tragen dich; sei bitte leise; bleibe hier“

Wenn du deinen Wunsch klar formulierst, sparst du dir so manche Erklärungen. Übrigens Jungs und manche Mädchen mögen gerne Wettspiele, das funktioniert sehr gut. Keine Süßigkeiten zur Belohnung, die Folge sind schlechte Zähne, das wollt ihr nicht. Probiere es aus.

Klare Ansagen

Kannst du bitte die Schuhe aufräumen…. „Räume deine Schuhe auf.  Danke und eine Umarmung?

Logische Folge, wenn es nicht klappt, dann gibt es keine Gutenacht Geschichte, denn du brauchst die Zeit zum Schuhe aufräumen. Wenn es klappt, gleich an der Ermutigungswand hinschreiben oder ins Familienbuch.

„Ganz wichtig dabei, glaube fest daran, dass dein Kind es schafft.“

Deine Aufgabe:              

Beobachte welche Worte du wählst und in welcher Tonlage. Da gibt es ein großes Übungsfeld. Kinder, Partner, Eltern, Kollegen, Freunde.

Wie wünscht du dir angesprochen zu werden?

Schreibe dazu drei Punkte auf (zB: ehrlich, wertschätzend…) oder kommentiere hier auf der Seite.

 

Körperübung:

Hole tief Luft und spüre wie sich deine Lungen mit Luft füllen Atme noch einmal tiefer ein und spüre wie die Luft langsam aus den Bronchien weicht. Wieviel Raum darf dein Oberkörper haben. Wenn du noch mehr Raum möchtest, breite deine Arme aus, beim Einatmen umarmst du dich und öffnest dich wieder.

 

 

 

Hier findest du ein Blatt mit Fragen Leichter leben mit Kindern – Stimme.

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Leichter mit Kindern leben – Humor

Humor ist der beste Ratgeber

Schön, dass du hier auf meiner Seite gelandet bist. Ich möchte ein paar Tipps für die Zeit der Kindererziehung teilen, damit es für dich und deine Familie leichter wird.

Vielleicht denkst du, puuh es gibt doch so viele Elternratgeber. Ja richtig, ich möchte mit ein paar Fragen anregen, dass dein inneres Kind wachsen darf und du gestärkt bist für die Aufgabe, die dich lange beschäftigen wird. Sicher gibt es Zeiten, wo du denkst: ich kann nicht mehr. Genau dann ist es wichtig kurz innehalten und überlegen was oder wer dich unterstützen kann.  Was kannst du weglassen? Es kostet bissl Zeit und du gewinnst neue Erfahrungen.

Augen-Blick

Hast du schon einmal auf folgende Punkte geachtet?

Freundlicher Blick, Strenger Blick, Abwesender Blick, liebevoller Blick?

Wie betrachtest du deine Kinder? Spiel mit der Gesichtsmimik und probiere verschiedene Gesichtsausdrücke. Spiele mit deinen Kindern wütend schauen, lustig schauen, traurig schauen. Dabei lernen Kinder ihre Gefühle zu benennen. Oft endet ein wütender Blick in einer Lachsalve und die Situation entspannt sich. Erinnerst du dich an die Blicke deiner Eltern? Was fällt dir ein?

Gedanken zur Kindheit

Am besten kaufst du dir ein Büchlein oder notierst deine Beobachtungen in deinem Smartphone oder druckst mein pdf aus.

Nun die ersten 3 Fragen:

  • Was will ich für meine Kinder?
  • Was brauche ich dazu?
  • Was kann ich geben?
  • Wann haben meine Eltern mit mir gelacht?

Nenne drei Punkte zu jeder Frage – vielleicht fallen dir auch mehr ein. (Sind es ideele Werte, materielle Dinge, welche Gefühle kommen bei dir?

Eine kleine Geschichte dazu:

Als meine Tochter die soziale Fachoberschule besuchte, fragte sie mich: „Mama hattest du ein Ziel bei der Kindererziehung?“
Ich sagte ja: „Lebensstarke Kinder“
Für mich heißt es:

  • Sie können Verantwortung für sich und andere übernehmen
  • Sie können sich selbst versorgen, kochen etc.
  • Sie können mit Geld umgehen
  • Sie sind lebensfroh, zuverlässig, pünktlich, kritisch, offen, lernbegierig

Ich bin gespannt was du für Blicke und Blickwinkel entdeckst, welche Erfahrung du mit deinen Kindern machst. Welche Meinung hat der Partner?

Übung:

Wenn du nicht mehr weiter weißt und dein Kind bockt, trotzt, lade es ein, ganz wütend zu schauen und sage es darf nicht lachen. Wie lange haltet ihr durch ohne zu lachen.

Wenn das Kind bittet es will in Ruhe gelassen werden, dann lass ihm Zeit (gerade wieder in der Ballschule erlebt)

Körperübung:

Spüre deine Fußsohlen und stelle dir vor, du bist ein Baum. Gut verwurzelt hilft stark zu sein. Du kannst dich auch am Türstock oder deinem Partner anlehnen. Wie fühlt sich das an?

Um es dir leichter zu machen, lade dir den Zettel  Leichter leben mit Kindern – Humor  herunter oder drucke ihn aus.

“ Glück ist, wenn der Verstand tanzt, das Herz atmet und die Augen lieben“

Verfasser unbekannt

Hier findest du noch mehr Informationen, Links und Unterlagen zum Thema:

„Leichter leben mit Kindern“

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Sternstunden für Kinder

Es ist Sternstundentag – eine gute Einrichtung für Kinder. Es wird gesammelt und gesammelt und ich höre viele gute Aktionen, aber dennoch beschleicht mich ein wenig ein Gefühl von – was hat unsere Generation anders gemacht – waren wir zu doof, haben alles alleine organisiert.
Thema:
Frühstück in der Schule:
Es ist gut, dass die Kinder etwas zu essen bekommen. Nur wenn ich höre, die Mama schläft länger, die Mama hat immer Stress, da ist keine Zeit zum Frühstücken…

Da frage ich mich, wie haben wir das gemacht. Ich bin jahrelang vor meinen Kindern aufgestanden und habe Brote geschmiert, Frühstück hergerichtet, das heißt Verantwortung übernehmen. Zu meiner Zeit gab es wenig, bzw. keine Ganztagesbetreuung, Kleinkindbetreuung, Essensausgabe, geschweige, das mittags gekocht wurde. Ich persönlich habe keine hohe Rente, da ich die Zeit meinen Kindern geschenkt habe – gut, meine Entscheidung – aber bis heute nicht bereut.


Was ist auf dieser Welt los?

– Schaffen es manche Eltern nicht? Warum?
– Geben Sie gerne die Verantwortung ab?
– Ist unsere Politik falsch?
– Sind die Arbeitszeiten so unflexibel?
– Will jeder alles?
– Viele Burnouts bei Eltern – Familienmanager

Das sind doch alles Auswirkungen von einem verkehrten System. Da stimmt doch etwas nicht. Sind viele das Arbeiten nicht mehr gewöhnt? Haben wir etwas Falsches vorgelebt? Sind das Auswirkungen einer Fun-Gesellschaft oder überfordert diese Welt viele?

Nach vielen Gesprächen mit jüngeren Müttern ist es wirklich schwierig, Job und Kinder unter einen Hut zu bringen, geschweige denn, wieder einzusteigen. Nicht jeder hat den finanziellen Rückhalt, sich eine Putzfee oder Kinderfrau leisten zu können.

Eine Bitte an die Politik und Arbeitgeber:
Wie kann eine Gesellschaft inclusive Arbeitswelt so gestaltet werden, dass Raum für die Kinder, unsere zukünftige Gesellschaft ist und eine Familie es schafft ihren Alltag mit allen Anforderungen zu stemmen.
Liebe Politiker, da muss sich etwas ändern. Liebe Arbeitgeber, auch Ihr seid gefordert umzudenken. Ich wünsche mir mehr Flexibilität und das die Toleranz größer wird.

Was ich mir wünsche:   
– eine Familiengerechte Welt
– Mieten die bezahlbar sind
– achtsame und verantwortungsbewußte Erziehung
– starke Eltern und Kinder
– Soziale Kompetenzen
– Freude am Leben mit dem Gefühl ich bin willkommen, es ist schön, das ich hier bin.
– Zeit für Familien

Wie Wolfgang Krebs sagt „Kinder sind unsere Zukunft“

Wer Antworten auf meine Fragen hat, schreibt mir, ich lerne auch gerne dazu und werde den Satz eines Kindes nie vergessen: „Wir sind gut versorgt, aber meine Mama ist nie da“

Leichter-lernen für Groß und Klein

Kulturspektakel Gauting 2015Wie jedes Jahr fand das Kulturspektakel in Gauting statt. Ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche und Erwachsene organisiert. 40 Bands sind auf 3 Bühnen aufgetreten und die Essensbuden waren wieder sehr vielfältig. Bei dem Kinderkult war u.a. das EKP Stockdorf vertreten und auch ich durfte meine Leichter-lernen-Karten dort vorstellen. Danke an alle Aktiven, es waren 3 wunderbare Tage.

 

Leichter-lernen-Karten

 

Ein kurzer Rückblick zu den Leichter-lernen-Karten:

Ich habe gelernt, dass es unendlich viele Bilder und Ideen zu den MENTASTICS-Karten gibt.
Ein Junge sah das Lächeln im Luftballon, ein Mädchen sah zittern bei den Wasserbewegungen.

 

 

Wichtig ist es mit den Kindern in Kommunikation zu gehen und gemeinsam Bewegungen zu probieren.
Daraus können Geschichten und Bewegungen entstehen. Was gut zu beobachten war, dass immer etwas im Gehirn bei den Kindern passiert ist. Die Karten können Lehrer gut als kleine Bewegungspausen einsetzen.

Eine kleine Geschichte meiner Illustratorin, die Lehrerin ist.

„Ein Kind kommt, ganz aufgeregt vor einer Prüfung. Sie lädt das Kind ein, ein paar Übungen aus den Karten mit ihr zu machen. Später kommt die Schülerin und berichtet, sie habe eine 1 geschrieben.“
Wie groß die Freude war könnt ihr euch vorstellen. Für uns eine gute Erfahrung.
Die Bewegungen, auch wenn sie nach nichts aussehen, bewirken viel. Sie schalten die Gehirnknöpfe ein, stimulieren die Reflexe und fördern das Selbstwertgefühl.

Sie sind für Kinder entwickelt, können aber auch in der Sonderpädagogik oder bei Demenzkranken eingesetzt werden. Jeder Erwachsene hat Spaß mit den Bildern und Übungen, da jeder ein Kind in sich hat.

Diese Übungen erleben Sie in Workshops oder beim Trager Walk bei mir. Einmal erfahren werden Sie einen Schatz in sich haben. Sie können sie überall anwenden. Kurz, leicht und praktisch.

Folgen Sie dem Link, hier können Sie die Leichter-lernen-Box bestellen oder Sie möchten einen Workshop buchen dann rufen Sie an.

Gesundes Essen – Gemüsepflanzerl

Ihr kennt das sicher, da sind noch paar Kartoffeln da, etwas Gemüse aber so richtig für ein Essen ist alles zu wenig. So gebe ich euch heute die Idee für Gemüsepflanzerl als Restverwertung. Kartoffeln sind die Grundlage.

GemüsepflanzerlKartoffeln (gekocht, grob gerieben oder fein je nach Gusto)
1 Gelbe Rübe
1 Frühlingszwiebel
Petersilie, Sellerie nach Geschmack
1 Ei
1 Eiweiß (Veganer können stattdessen Sojamehl nehmen)
etwas Mehl
Muskat,Salz, Pfeffer (Paprika, Chili)

Kartoffeln, gelbe Rüben (nach Geschmack Sellerie) kleinreiben. Dann kleingeschnittene Frühlingszwiebeln, Petersilie, Ei, Mehl und Gewürze dazu. Ein Eigelb aufheben, um die Pflanzerl nach dem Formen zu bestreichen. Dann die Pflanzerl in eine Pfanne mit Fett ( Ghee oder Kokosfett oder Bratöl), langsam braten (ev. warmhalten im Ofen).
Dazu schmeckt ein Dipp aus:
Joghurt, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Basilikum

oder:
Schafskäse, Feldsalat mit Ziegenkäse,

Variationen:
Du kannst jedes Gemüse nach den Jahreszeiten nehmen. Zuccini, Erbsen, Mais, Spinat
oder kombiniere: Lachs und Spinat oder Speck und Kraut.

Probiere aus und schaue was im Kühlschrank ist. Es ist ein Essen, was den Säure Basen-Haushalt gut ausgleicht und am besten Bio oder Regionale Ware hernehmen.

Viel Spaß!

Wein – Männer und die Wahrnehmung

Wein-WahrnehmungSie kennen das vielleicht, gestern stehe ich in einem Weinhandel und lausche dem Gespräch zweier Männer. Der eine sagt: „ich hätte gerne den Wein Luis aus dem Angebot“ und der andere meint : “den Wein Edwards, oder?“ Beim Betrachten der Flasche stellen Sie ihre unterschiedliche Wahrnehmung fest. Dem einen fällt Luis und das rote Logo ins Auge und dem anderen Edwards. Ein und dieselbe Flasche Wein, ein Etikett und die Wahrnehmung bzw. Sicht-weise komplett unterschiedlich.
Da wurde mir wieder einmal bewusst, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann. Es kommt immer auf den Blickwinkel an. Die meisten Missverständnisse kommen aus den verschiedenen Perspektiven. Jeder hat wortwörtlich eine andere „Einstellung“.

Sie kennen sicher die Frage:
„Hast du die Frau mit der blauen Bluse gesehen???“ Antwort: „Welche, die Blonde? (blaue Bluse nicht wahrgenommen)“
Was war das für ein Auto? BMW, Mercedes oder Audi? Antwort: „Ein grünes“
Hast du mein neues Kleid schon gesehen? (du trägst heute ein Kleid?)….

Daher auch das Spiel aus dem Feld „Wahrnehmung“ beim Familienrat, damit Streitigkeiten vermieden werden können: „Was siehst du alles in diesem Raum?“
Vermutlich hat jeder Recht, da er etwas sieht was der andere gar nicht wahrnimmt. Somit können Sie sich die Diskussion über „wer hat Recht“ in Zukunft sparen.

EyebodyWarum das so ist und warum es gerade mich, die ich immer wieder den Satz nach einer gegebenen Trager Session höre: „Meine Augen, ich sehe besser“ fasziniert, erfahre ich in dem Buch Eyebody von Peter Grunwald. Er kommt aus der Alexander Technik und beschreibt wunderbar die Zusammenhänge zwischen Augen, Anatomie und dem Gehirn. Sehr spannend zu lesen und sicher eine Bereicherung zur Trager Methode.

 

 

 

Probieren Sie folgendes aus:

  • Sie sitzen in einem Cafe oder stehen an einem Ort und fragen ihre Begleitung was sie wahrnimmt
  • Gehen Sie durch die Natur, schalten Ihr Gehirn bewusst ein und schauen was sie sehen
  • Auf einer Party, was nehmen Sie wahr? Kleidung, Körperhaltung, Stimme, Augen oder den Raum?
    Das ist sehr spannend. Viel Spaß dabei! Ich freue mich auf Ihre Geschichten.