Körperhaltungen – 4 Bereiche

Manche Menschen gehen wie Gnome, in Schräglage, wie verängstigte Tiere, Gehetzte, Gejagte,  um nur ein paar Bilder zu nennen. Mein Blogartikel  geht um Körperhaltungen und Fehlhaltungen. Wie eng ist die Psyche mit dem Körper verbunden? Was kannst du tun, auf was ist zu achten? 4 Bereiche liest du heute:

  1. Fehlhaltungen – woher kommen sie
  2. Wirkung – was machen sie, körperlich, psychisch
  3. Erfahrung – aus meinem Leben
  4. Bewegungstipp

Fehlhaltungen – woher kommen sie

Vielleicht kennst du das, Fehlhaltungen oder Schonhaltungen nach Stürzen oder Verletzungen. Du hattest eine OP und musstest auf Krücken gehen. Dieses Muster haben viele Menschen gespeichert. Oder du hast irgendwann Schmerzen gehabt und gehst weiter in der Schonhaltung. Ich sehe bei so vielen Menschen eine schlechte Körperhaltung, verzögertes Gehen, schiefe Schultern, geneigte Kopfhaltung. Ein paar Beispiele woher etwas kommen kann:

  • Gipsbein oder Orthesen, du musstest an Krücken gehen
  • Schmerzen – Schonhaltung
  • Treppensturz – Überlegung wie gehe ich hinunter?
  • Operationen – Schulter – Hüfte

Beobachte Menschen und du wirst viele Dinge sehen. Körperhaltungen erzählen Geschichten, wichtig dabei nichts hineinzuinterpretieren. Der Kopf, das Unterbewusstsein steuert sehr viel. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen und es braucht ehrliche Menschen die sagen, wie du gehst und stehst. Nichts ist falsch, aber jede Schonhaltung, wenn der Körper nicht im Lot ist kostet den Körper unnötige Energie. Wie bei einem Auto, wenn ein Kabel undicht ist und es immer hinaustropft. Dann braucht es mehr Sprit.


Wirkung – was machen Fehlhaltungen, körperlich und psychisch

Meine Überlegung ist immer, wie bringe ich diesen Menschen, der vor mir steht in seine Energie? Fehlhaltungen kommen unbewusst aus der Kindheit, den Lebensumständen oder woher auch immer. Dann kommt das Mentale dazu, was macht die Körperhaltung mit der Psyche? Versuche mal mit eingezogener Körperhaltung zu lachen oder wenn du dich frei fühlst traurig zu sein. Beobachte die Menschen, wie sie laufen. Wer lächelt, schaut zufrieden, grummelt? Die Unzufriedenheit macht mir manchmal etwas Angst. Am liebesten würde ich vielen Menschen sagen: „Es ist gut, das du da bist, hab dich lieb so wie du bist“

Welche Gefühle stecken in Körperhaltungen?

  • traurig
  • glücklich
  • depressiv

Es ist mir nicht unbedingt wichtig woher diese Gefühle kommen, sondern wie bekommst du deine innere und äußere Aufrichtung, damit du stark und leichter, mit mehr Freude, erfüllter dein Leben leben kannst. Hier nenne ich ein paar Beispiele für Körperhaltungen:

  • ich trage viel auf den Schultern
  • Ich musste meine Position verteidigen
  • Ich mache mich unsichtbar

Vielleicht kommen dir gleich Bilder zu den Sätzen oder dir fällt jemand dazu ein. Diese Fehlhaltungen können minimal sein. Der Körper gleicht viel aus, meist bis zur Lebensmitte, dann können plötzlich unerklärliche Schmerzen oder Verspannungen auftreten. Jede Zelle im Körper verzieht sich quasi. Das kann sich körperlich oder psychisch auswirken.

Muskeln, Organe, Sehnen alles was in unserem Körper ist kommt aus dem Gleichgewicht. Selbst die Wahrnehmung. Durch eine schiefe Kopfhaltung und mag sie noch so wenig sein, ändert sich die gesamte Muskulatur auch am Kopf, bei den Augen.Ich empfehle jedem sich immer wieder ins Lot bringen zu lassen.

Dazu ist es gut wenn dies ein Außenstehender macht. Ein Osteopath, TRAGER Praktiker, Alexander Technik, egal wer auch immer, gönne dir eine Session bei dem Menschen oder der Art, die dir entspricht, wo du dich geborgen fühlst. Achte auf eine Ausgleich von Bewegung und Sitzen und der Ernährung.


Erfahrung – aus meinem Leben

Aus eigener Erfahrung nach meinen diversen Stürzen ist das ratsam. Ich selbst weiß nach einer Borreliose, meinem gelähmten Arm und nach dem Radsturz mit zwei angebrochenen Armen was die Psyche ausmacht. Der ganze Stoffwechsel wird gefordert und es dauert bis wieder alles im Lot ist. Das wichtigste ist für mich die Psyche, die gute Laune behalten, vorwärtsschauen und das beste aus der Situation machen. Die letzten 5 Jahre waren wie ein Medizinstudium.

Eine Arzthelferin meinte: „Machen Sie gute Laune Seminare für Verletzte? Sie sind immer fröhlich“

An der Situation kann ich nichts ändern, aber meiner inneren Haltung. Das ist meine Gesundwerdepille. Diese liegt in mir und die kann ich mir jede Sekunde einwerfen.

Um dich zu unterstützen gibt es meine Übungen und meine Hände. Eine Session ist wie eine Reise. Es löst sich immer etwas bzw dein Körpersystem aktiviert die Selbstheilung. Überraschungen sind vorprogrammiert.

Meine Klienten sagen mir wie sie sich nach einer Session fühlen:

  • „Jetzt fühle ich mich wieder im Lot“
  • „Ich habe das Gefühl ich bin wieder sortiert“
  • „Ich fühle mich wieder klarer“
  • „Ich stehe wieder auf beiden Beinen“

Es ist wie bei einem Pendel das sich immer bewegt und seine Mitte sucht. Jeder Klient ist individuell. Es ist sehr unterschiedlich, was jedem Einzelnen hilft. Der eine hat Bilder, ein anderen Gefühle. Die Kreativität lässt grüßen.


Bewegungstipp

Vogelfrei:

 Stehe bewusst auf deinen Füßen und fühle die Fußsohlen, die Arme hängen lassen und drehe dich kreisend von links nach rechts. Als ob die Wirbelsäule wie ein Baum steht und ein Vogel im Kreis drumherum fliegt.

Lass deine Arme immer höher fliegen

 

 

 

Diese Übung funktioniert auch im Sitzen, dann wird der Bewegungsumfang kleiner. Sie lockert die kleine Muskulatur an der Wirbelsäule.


Meine Tipps und Übungen findest du auf Instagram oder Twitter bei „leichtermitleicher“

Jetzt viel Spaß beim Spielen mit den verschiedenen Körperbewegungen und eine gesunde Zeit wünsche ich.

 

 

Vom Twitter-Netz in die Realität – Erfolge feiern

Was Twitter alles schafft. Ich kommentiere bei @holgalgo im Januar 2017 einen Tweet. Im Februar klappt es terminlich und Holger kommt zu einer TRAGER Sitzung.

Prompt geht es; bzw.  läuft es sich anders, leichter. Holger kann in den richtigen Momenten ungeahnte Kraftreserven aktivieren. Im April war der Forstenrieder Volkslauf, bei dem ich dabei sein kann.

 

 

Forstenrieder Lauf 2017_leichtermitleicher

 

Dank der Nachfrage von Holger gibt es jetzt ein Laufshirt und eine Cap als Glücksbringer. Hier ein Danke an meinen Sohn Daniel, der mit kreativ war.

Für den Müritzlauf wünsche ich viel Erfolg, dabei sein geht nicht, aber lest selbst was Holger erlebt hat. Ich freue mich sehr für ihn und gratuliere ganz herzlich.


Bericht von Holger @holgalgo bei Twitter

„Hier könnt ihr lesen, wie ich den Müritzlauf 2017 erlebt habe.

Die Anreise am Freitag 18. August vom Urlaubsort Lobbe auf der Insel Rügen nach Waren an der Müritz, dauerte mit vier Stunden länger als geplant.

Endlich angekommen, führte uns der erste Weg zu Mc Donalds. Das war mir ziemlich egal, denn ich brauchte was zu essen, eine Cola und dass ohne lange Wartezeiten. Im Anschluss fuhren wir ins Hotel ‚Stadt Waren‘. Kurz darauf machte ich mich auf den Weg zur Startnummernausgabe ins Hotel ‚Am Bahnhof‘. Nach meiner Rückkehr gingen wir zum Stadthafen. Dort sollte am nächsten Tag der Start erfolgen.

Freitagabend kamen mir erstmals größere Zweifel. Über 75 km am Stück laufen, soweit wie nie zuvor. Das ganze möglichst schnell, mit einer Pace von 4:45 – 4:50 min pro Kilometer. Die geplante Endzeit, wenn alles wie am Schnürchen lief, mit 6 Stunden sehr ambitioniert gewählt.

Damit wäre ein Platz auf dem Treppchen möglich, wenn ich die Zeiten der Vorjahre in Betracht zog. Die Platzierung war jedoch nicht mein primäres Ziel. Mir ging es in vor allem um eine schnelle Zeit. Die Vorbereitung auf den Ultramarathon lief im Gegensatz zum Salzburg-Marathon Anfang Mai, Reibungslos

Mehr als 1.000 km in 9 Wochen, allein 515km im Monat Juli, sechsmal Training pro Woche, nur ein fester Ruhetag. Wochenumfänge von 120 – 150km waren Normalität in der Zeit. Die langen Trainingsläufe erreichten zweimal die 45 km. An der Kondition sollte es nicht scheitern. Vier Wochen vor dem Müritzlauf noch ein Testlauf beim Marathon in Füssen. Offizielle Zeit im Ziel 3h:18:48. Mit dieser Leistung war ich sehr zufrieden. Handgestoppt lief ich gute vier Minuten schneller, aus Gründen.

Wie so oft war die Nacht vor dem Wettkampf nicht die Beste. Der Zimmernachbar kommentierte lautstark das Fußballspiel der Bayern gegen Leverkusen. In der Nacht sägte er dann ganze Wälder ab.  Der wenige Schlaf war nicht der Bringer.

Das Frühstücken kurz nach sechs Uhr eher ein Muss. Etwas Kaffee, Saft und eine Semmel mit Käse. Dort traf ich auf die spätere Siegerin bei den Frauen, Britta Giesen und ihren Mann. Nach dem Frühstück aufs Zimmer umziehen und Frau und Sohn im Nachbarzimmer abholen. Etwas übel war mir jetzt auch. Das legte sich etwas, als wir Richtung Start gingen. Meine Frau und mein Sohn sind Klasse.

Bei besten Laufwetter, wolkig und ca. 16 Grad warteten wir auf den Start. Pünktlich 8 Uhr fiel der Startschuss und wir trabten los. Das ist mal ein anderes Gefühl, einfach locker loszulaufen und nicht mit hohem Tempo.

Der spätere Sieger Martin Ahlburg, lief von Anfang bis Ende sein Rennen von vorne. Dahinter waren wir eine größere Gruppe von 10 Läufern und zwei Läuferinnen, Britta Giesen die spätere Siegerin der Frauen und Nadja Koch die Zweitplatzierte.

Die Strecke führte zunächst auf der Straße aus der Stadt heraus. Auf zum Teil aufgeweichten Waldwegen liefen wir dann durch den Wald des Müritzer Nationalparks. Die Gruppe reduzierte sich nach dem ersten Versorgungspunkt (VP) bei Kilometer 10 bereits auf 9.

Bis ca. Kilometer 17 blieben wir so zusammen. Jetzt setzten sich vier Läufer inklusive mir etwas ab. Nach VP zwei kurz vorm erreichen der 20 Kilometer, waren aus dieser Vierergruppe zwei Zweiertrupps geworden.

Bis Kilometer 30 bei VP drei in Rechlin, liefen Frank Wallbrecht (Gesamt 17. mit 6h:35, M55) und ich mit gleichbleibenden Abstand hinter den beiden vor uns Laufenden her. Wir quatschten etwas miteinander. Ab dort war ich bis ins Ziel allein unterwegs und bereits auf Rang 4.

Etwa bei Kilometer 40 musste einer der beiden vor mir ins Gebüsch. Damit lief ich jetzt an dritter Position hinter Stefan Mast, an welchen kein herankommen war. Die ersten drei Plätze zu diesem Zeitpunkt des Rennens vergeben. An dieser Reihenfolge änderte sich bis ins Ziel nichts mehr.

Die anspruchsvolle Strecke in der ersten Hälfte des Laufes, aufgrund des zum Teil kräftigen Gegenwindes und einigen leichten Steigungen, ließ auf der zweiten Hälfte Besserung erhoffen. Eventuell gar mit Rückenwind? Das war so nicht unbedingt der Fall. Es wurde wärmer, der Wind blies weiterhin überwiegend von vorn und die Steigungen gab es auch.

Der Bodenbelag auf der gesamten Strecke sehr abwechslungsreich. So liefen wir über Asphalt, Wald- und Forstwege, Feldwege, Kopfsteinpflaster und Betonpisten, wobei der Asphalt den Löwenanteil hatte. Besonders eintönig war die lange Passage auf der Straße in Richtung Röbel. Endlos, wellig und starker Gegenwind.

In Röbel Kopfsteinpflaster und dann am Hafen, der ersehnte VP 5. Hier gab´s wieder Haferschleim. Den fand ich als Nahrung sehr gut. Außerdem nahm ich jetzt auch eine Prise Salz zu mir. Ansonsten trank ich an den Verpflegungsstellen überwiegend Wasser, nur ab zu Cola oder Iso.

Nach knapp vier Stunden durchlief ich ein Stück nach Röbel Kilometer 50. Die Beine fühlten sich noch recht gut an.

Bis Kilometer 65 traten keine größeren Probleme auf. Mein Durchschnittstempo konnte ich gut halten. Danach wurde es schwerfälliger und die Kilometer zogen sich ewig hin. Auch war jedes kleine spitze Steinchen an den Füßen zu spüren. Die Laufschuhe mit der weicheren Sohle waren somit nicht die optimalste Wahl.

Sehr positiv: Zu keinem Zeitpunkt des Laufes hatte ich eine Schwächephase. Natürlich habe ich unterwegs ab und an vor mich hin geflucht, wegen des Windes und der auf den letzten 10 km zunehmend brennenden Fußsohlen.

Diese letzten 10 km zogen sich hin wie Gummi. Und zum Schluss nochmal Zweifel die Streckenführung betreffend. Diese bog plötzlich von einem befestigten Weg nach links ab, direkt in den Busch. Auf recht schmalen Pfaden ging es etwa zwei Kilometer durch den Wald. Endlich war die Stadt Waren erreicht. Die letzten beiden Kilometer ein echter Genusslauf.

In der Zielpassage im Stadthafen von Waren musste ich mich zusammenreißen um nicht loszuheulen. Geschafft! 75 Kilometer die Müritz umrundet im einer Superzeit von 6h:02:08. Das ganze gekrönt durch den 3. Gesamtplatz. Wahnsinn!

Nicht nur körperlich, auch mental lief es sehr gut, weil ich unterwegs wenig nachgedacht habe. Bis zur Hälfte rechnete ich mir hin und wieder die Stunden vor, welche ich noch zu laufen hatte. Ab der Hälfte dann die noch zu laufenden Kilometer.

Dreimal brauchte ich das Bild der Moserschnecke vor Augen, welche mich wieder zum Lächeln brachte. Das Bild vom schwarzen rennenden Windhund war mir zweimal sehr hilfreich. Diese beiden Ideen stammen von zwei guten Twitter-Bekannten. Lieben Dank dafür an die beiden Frauen.

Danke an Jessica Leicher aus Gauting, welche mich in der Woche vor dem Lauf mit einer Stunde Tragern nochmal locker gerüttelt hat. Von ihr stammt auch das coole Laufshirt.

Lieben Dank an meine Frau und meinen Sohn fürs Dabeisein, an meine große Schwester und meinen Schwager fürs Daumendrücken. Danke an die Follower bei Twitter, welche mir viel Erfolg gewünscht hatten. Das alles zusammen hat mir den Lauf um einiges leichter gemacht.

Ansonsten hieß das Credo einfach nur: laufen, laufen. Und es war eine echt tolle Laufveranstaltung. Gute Organisation, nette Leute an den Verpflegungsstellen, neue Leute kennengelernt, eine klasse Siegerehrung, Medaillen und Pokale.

Dass es mit dem Treppchen geklappt hat, war für mich das i-Tüpfelchen.“

Müritzlauf_Siegerehrung

Körperliche Leichtigkeit – Privat und im Job

Wie Sie beweglich bleiben – auch für Sportmuffel

Vor kurzem hielt ich einen Vortrag bei den webgrrls-bayern.  Es ging um Übungen, die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Egal ob Sie am Schreibtisch sitzen, in der Bahn oder bei Konferenzen. Die Übungen erleichtern und stärken Ihre Muskulatur. So werden Schmerzen oder auch chronische Spannungen vermieden. Sie merken viel schneller was Sie brauchen und können Krankheiten im Vorfeld ausweichen.

Haben Sie einmal das System verstanden, dass alle Muskeln an einem Strang hängen, wie bei einer Marionette, machen die kleinen und feinen Bewegungen einen Sinn.

Eine Lieblingsübung von mir, das Beine rollen:

Egal wo, Hauptsache rollen, ob auf dem Tisch oder mit der Ferse auf dem Boden. In dem Moment wo Sie im Stehen den Fuß auf die Ferse stellen und die Zehen hin und her bewegen, massiert der  Knochen (Ober- und Unterschenkel)  mit seinem Gewicht die innere Muskulatur, Nerven, Sehnen, Venen, Adern, alle Zellen. Jetzt verstehen Sie, dass so kleine Bewegungen ihr System in Schwung bringen. Probieren Sie es aus. Abends oder morgens im Bett ist diese Übung sehr gut für alle Muskeln und Organe. Im Sitzen auf Ihrem Bürostuhl oder in der Bahn.

 

Das Spannende war, dass Viele meinten, jetzt verstehen Sie die Übungen erst. Sie hatten von mir einiges gehört, aber nach dem Vortrag und dem Ausprobieren vor Ort mit mir, den anatomischen Erklärungen, wurde klar, wie es sich anfühlen kann. Probieren geht über studieren.

Die nächste Möglichkeit ist am 17.Mai .2017 in München im Arbeitstraum. Seien Sie dabei und melden sich an  info@jessica-leicher.de
Anmeldung Impulstag 17.05.2017 Kommen Sie locker und leicht zu Ihrem Erfolg

Wenn Sie die Bewegungen bzw. Übungen einmal verstanden haben sind sie unvergeßlich.


Eine Klientin meinte vor Kurzem: „jetzt war ich vor 9 Jahren bei dir und erinnere mich immer noch an deine Tipps. Das ist unglaublich.“


Weitere Tipps finden Sie bei:
Instagram https://www.instagram.com/leichtermitleicher/
Twitter https://twitter.com/jessicaleicher

Mehr zu dem Vortragsabend können Sie hier nachlesen
http://www.webgrrls-bayern.de/2017/04/nachbericht-jessica-leicher-2017/

Danke an Elisabeth Pfahler-Scharf für die Fotos.


 

Leichter leben mit Kindern – Ermutigung

Wohlfühlen bringt Erfolg und Frieden

Schön, dass du hier auf meiner Seite gelandet bist. Ich werde ein paar Ideen für die Zeit der Kindererziehungweitergeben, damit es für dich und deine Familie leichter wird.

Vielleicht denkst du, puuh es gibt doch so viele Elternratgeber. Ich werde dich mit ein paar Fragen unterstützen, damit dein inneres Kind wachsen darf und du gestärkt bist, für die Aufgabe, die dich lange beschäftigen wird. Sicher gibt es Zeiten, wo du glaubst: ich kann nicht mehr. Genau dann ist es wichtig kurz innehalten und überlegen was oder wer dich unterstützen kann. Es kostet außer Zeit nichts und du gewinnst neue Erfahrungen.

„Vertrauen, Neugier und Liebe sind gute Bausteine für dein Haus“

Wer gehört alles zu den Baumeistern deines Hauses und wann ist es Zeit, dass du dein eigenes Haus baust? Wie sollte dein Ort aussehen, wo du dich geborgen, sicher und wertgeschätzt fühlst? Was kannst du deiner Familie geben?

Ermutigung – Verhalten – Person

Auf dem Bild siehst du, wie das Haus aufgebaut ist.

Ermutigung: Wer hat dich ermutigt? (Eltern, Großeltern, Lehrer u.a.) Was für ein Gefühl hast du, wenn du zurück denkst?

Was kannst du wem geben?                Wer ermutigt dich?

 

 

 

Bei Situationen, trenne das Verhalten von der Person/Kind

Beispiele:

Kind schmeißt Glas um
Sage nicht: „du Schussel, sondern oh das ist schlecht, hole schnell einen Lappen und wische alles auf“


Kind hat keine Lust für die Hausaufgaben
Finde im Gespräch einen Weg, wie ihr das regeln könnt. Probiert Verschiedenes aus. Erst spielen, dann lernen oder erst lernen dann spielen. Jedes Kind ist anders.

Niemals sagen „du bist faul“ sondern, „ohne lernen wird deine Schulzeit schwerer“ alternativ „wenn du jeden Tag ein bisschen lernst/trainierst wird es leichter“


Ein Spitzensportler schafft es nur durch Training und Mut. Suche Vorbilder (Sport, Rennfahrer)


Nun die ersten 3 Sätze, wie würdest du umformulieren

  • Du bist unordentlich
  • Du bist unpünktlich
  • Du kannst nicht singen

Nenne mehrere Umformulierungen zu jedem Satz – vielleicht fallen dir auch mehr ein. Deine Kreativität ist grenzenlos.

Eine kleine Geschichte dazu:

Ich bin in einer preußischen Familie mit zwei studierten Eltern aufgewachsen. Es wurde Wert auf Wissen und Interesse gelegt. Es wurde mehr aus dem Kopf gelebt und weniger aus dem Bauch. Ich hatte immer wieder das Gefühl ich gehöre nicht dazu. Warum kann ich nicht beantworten. Ich wollte nicht funktionieren, sondern leben und so störte ich oft das Familienleben. Ein Internat war die Lösung für die Schulzeit. Viele Stolpersteine lagen in meinem Weg und heute ziehe ich meine Stärke daraus. Ich konnte meinen Eltern verzeihen. Sie haben in dem Moment das für sie Richtige getan.

Was ich immer hatte und das wurde mir erst später bewusst, meine Mutter glaubte an mich und das habe ich gespürt.

Übung:

Nehme dein Kind an, vertraue ihm, glaube ihm, liebe es ohne Bedingungen.

Lass es Mitdenken, Lösungen suchen, Beitragen und Verantwortung übernehmen.

Sage nie: Du kannst das nicht, sondern probiere es aus. Du kannst das!

Körperübung:

Schau dir ein Skelett mit deinem Kind an und stellt euch eure Knochen vor. Die sind ganz stark und stützen euch. Stell dir vor, du bist verbunden mit einer Schnur oben an der Decke und pendelst dich aus, wieviel Bewegung ist möglich ohne umfallen. Ihr könnt euch auch gegenseitig anstubsen oder auch halten.

„Baue jeden Tag ein Stückchen an deinem Turm, dann ragt er irgendwann ins Universum“

Hier findest du ein Blatt,  4 Leichter leben mit Kindern – Ermutigung die dir das Beantworten leichter macht.

Hier geht’s zur ersten Seite
„Leichter leben mit Kindern“
und von dort auf alle Beiträge mit Unterlagen zu dem Thema

Leichter leben mit Kindern – Stimme

Wie stark bestimmt die Stimme unsere Kommunikation?

Wie sprichst du mit mir? Manchmal eine leise Frage?

Schön, dass du hier auf meiner Seite gelandet bist. Ich möchte ein paar Tipps für die Zeit der Kindererziehung  teilen, damit es für dich und deine Familie leichter wird.

Vielleicht denkst du, puuh es gibt doch so viele Elternratgeber. Ja richtig, ich gebe dir ein paar Ideen, dass dein inneres Kind wachsen darf und du gestärkt bist für die Aufgabe, die dich lange beschäftigen wird. Sicher gibt es Zeiten, wo du denkst: ich kann nicht mehr. Genau dann ist es wichtig kurz innehalten und überlegen was oder wer dich unterstützen kann.  Hier ein paar Anregungen, bei denen es gilt die Eigenbeobachtung zu schärfen. Es kostet außer Zeit nichts. Du gewinnst neue Erfahrungen für deinen Alltag.

Stimme und Wirkung

Kennst du das, dich spricht jemand genervt an und was macht das mit dir? Die Nuance in der Stimme hat eine ganz starke Wirkung.

Achte die nächsten Tage darauf, wie du kommuniziert. Was passiert bei einer freundlichen Stimme? Was bei genervter Stimme? Spiele mit den verschiedenen Stimm- und Tonlagen.

  • Wer hat dich freundlich angesprochen?
  • Wie reagierst du auf einen befehlenden Ton?
  • Was passiert bei einem herrschenden Ton?
  • Wie geht es dir, wenn du freundlich angesprochen wirst?

 Formulierungen

Welche Worte erreichen dich? Unser Gehirn kann mit dem Wort nicht nichts anfangen. Immer wieder erlebe ich Eltern die sagen:

 „steige nicht so hoch“ „fall nicht hin“ Schrei nicht herum“ „Laufe nicht auf die Straße“

Wie wäre eine andere Formulierung mit klaren Worten was passieren soll. ZB:

 „Halte dich gut fest, spüre deine Füße, die tragen dich; sei bitte leise; bleibe hier“

Wenn du deinen Wunsch klar formulierst, sparst du dir so manche Erklärungen. Übrigens Jungs und manche Mädchen mögen gerne Wettspiele, das funktioniert sehr gut. Keine Süßigkeiten zur Belohnung, die Folge sind schlechte Zähne, das wollt ihr nicht. Probiere es aus.

Klare Ansagen

Kannst du bitte die Schuhe aufräumen…. „Räume deine Schuhe auf.  Danke und eine Umarmung?

Logische Folge, wenn es nicht klappt, dann gibt es keine Gutenacht Geschichte, denn du brauchst die Zeit zum Schuhe aufräumen. Wenn es klappt, gleich an der Ermutigungswand hinschreiben oder ins Familienbuch.

„Ganz wichtig dabei, glaube fest daran, dass dein Kind es schafft.“

Deine Aufgabe:              

Beobachte welche Worte du wählst und in welcher Tonlage. Da gibt es ein großes Übungsfeld. Kinder, Partner, Eltern, Kollegen, Freunde.

Wie wünscht du dir angesprochen zu werden?

Schreibe dazu drei Punkte auf (zB: ehrlich, wertschätzend…) oder kommentiere hier auf der Seite.

 

Körperübung:

Hole tief Luft und spüre wie sich deine Lungen mit Luft füllen Atme noch einmal tiefer ein und spüre wie die Luft langsam aus den Bronchien weicht. Wieviel Raum darf dein Oberkörper haben. Wenn du noch mehr Raum möchtest, breite deine Arme aus, beim Einatmen umarmst du dich und öffnest dich wieder.

 

 

 

Hier findest du ein Blatt mit Fragen Leichter leben mit Kindern – Stimme.

Hier geht es zur ersten Seite

„Leichter leben mit Kindern“
dort findest du alle Beiträge zum Thema und Unterlagen

Leichter lernen Box

 

 

20 Tipps zum Stehen ohne Schmerzen nach der TRAGER Methode

Messebild

Heim und Handwerk Messe München 2016

Kennst du das, schmerzende Füße, müde Beine? 4 Tage Messe Heim und Handwerk München liegen vor mir. Damit dies alles nicht passiert, keine Schmerzen im Rücken oder Nacken entstehen, findest du hier meine liebsten 14 MENTASTICS Übungen, die immer helfen.

  Als „Hardware“ unterstützen diese 6 Tipps

  • Um gute Ernährung kümmern, sprich etwas zu Essen mitnehmen.
  • Ausreichend trinken – Wasser, Tee (Ingwer – kann immer nachgefüllt werden)
  • Bei Bedarf Magnesium, da das Stehen für den Körper wie Sport ist.
  • 2 Paar Schuhe um den Füßen eine Chance der Veränderung zu geben.
  • Ganz wichtig die mentale Einstellung.
  • Pausen, kurz aus der Halle gehen und Licht tanken.

 

14 TRAGER-MENTASTICS Übungen für den Alltag bzw. die Messe

  • Gewichtverlagern
  • Fuß auf die Ferse und die Zehen nach links und rechts schwingen.
  • Fuß auf die Zehen und die Ferse drehen.
  • Sich vorstellen, ich stehe oder gehe wie auf Moos.
  • Füße ab und an in den Boden drücken, damit die Faszien gestreckt werden.
  • Zehen bewegen, als ob die Füße nach vorne krabbeln.
  • Das Knie bewegen, als ob ein Pinsel waagrecht dran ist und Sie ein Bild malen.
  • Sich vorstellen, der Fuß ist wie ein Kreis und rundherum kreisen.
  • Arme mit leichten Bewegungen wie eine Welle hängen lassen.
  • Ab und zu die Schultern Richtung Ohren ziehen uns sanft sinken lassen.
  • Tief einatmen, Schultern nach hinten und sich die Frage erlauben, wieviel Raum ist in der Lunge.
  • Sich eine Wendeltreppe vorstellen und um die Wirbelsäule kreisen (gedanklich-klein).
  • Sich vorstellen, der Kopf ist wie eine Lotusblüte oder Seerose und darf sich sanft auf der Wirbelsäule bewegen. Ganz sanft Raum in den Hals-Nacken Bereich bringen.
  • Kopf wie eine Schildkröte nach vorne recken – längen und zurück und dann die Mitte finden.

Ihr findet mich auf der Heim & Handwerk, Messe München in Halle A1, Stand A1.626 bei Nuad Öl. Wer noch Freikarten braucht, bitte rechtzeitig melden, dann kann ich sie hinterlegen.

Wer dann doch noch Schmerzen haben sollte, kann einen Termin vereinbaren und sich auf meine Massageliege legen. Dort ist Verwöhnen und die totale Entspannung  angesagt..

Wie war das Feedback von einem Klienten

„So schnell kann ich nirgends abschalten. Es ist ein Zustand zwischen Schlafen und Wach sein. Die totale Entspannung, ich fühle mich wie neugeboren“

Hier findest du noch mehr MENTASTICS Übungen für deinen Alltag

Mentastics in München und Weltweit  was ist das?
Wendeltreppe oder Hollywoodschaukel
Leich(t)er Schneeräumen

Fünf Tipps für das Schwimmen ohne Schmerzen

Schwimmen See

Leichter Schwimmen: Finde heraus, wie viel der Kopf bestimmt und wie du dich effektiver bewegst. Schwimmen trainiert die Rückenmuskeln, ist schonend für die Gelenke und macht glücklich. Wo tauchst du ein? Ins Becken im Schwimmbad oder in einen See? Ganz egal, das Wasser wird dich umgeben und du wirst ein Teil davon.

  • Spüre bewusst die Bewegungen deiner Beine im Wasser. Wo überall spürst du deinen Körper?
  • Wenn du beim Brustschwimmen die Arme einsetzt, wie weit darf sich dein Brustbein öffnen?
  • Wie viel Bewegung passiert in den Schulterblättern? Ziehe sanft die Arme auseinander und genieße den Platz, den du hast.
  • Wie ist es, mit mehr oder weniger Kraft zu schwimmen? Treten Schulterprobleme auf? Welcher Bewegungsumfang ist angenehm?

Spiele mit den Ellenbogen. Bewege sie auf und ab. Wie frei darf das Schultergelenk werden? Wie fühlt es sich an, wenn sich alle Verklebungen lösen und die Zellen geschmeidig werden, sich förmlich anschmiegen und durch das Wasser gleiten?

Wie Schwimmen auf den Körper wirkt:

  • fördert die Durchblutung,
  • fördert die Muskelentspannung,
  • lockert die Gelenke und
  • fördert die Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Schließe die Augen und spüre nur noch. Was nimmst du wahr?

Stell dir vor, du schwimmst wie eine Schildkröte, Zeit spielt keine Rolle. Es ist egal, wann du ankommst. Spüre dabei, wie viel Vertrauen du zum Wasser haben kannst. Es trägt dich und du kannst hindurchgleiten. Das Wasser auf der Haut ist wie Streicheleinheiten. Genieße sie.

Bleibe einen Moment im Wasser stehen. Atme tief durch. Mache kleine Wellen mit den Händen und Armen. Das ist das TRAGER Prinzip. Jede Welle bringt den ganzen Körper in Schwingung. Lasse diese Wellen jetzt entstehen, während du in den Computer schaust, quasi im Trockendock. Was bewegt sich alles bei dir und was entspannt sich?

Schwimmen im See

Wie Schwimmen auf die Seele wirkt:

  • bringt Ruhe und Entspannung,
  • stärkt das Selbstvertrauen,
  • abschalten vom Alltag,
  • gibt Kraft und Energie,
  • stärkt das Durchhaltevermögen.

Wenn du aus dem Wasser steigst, spüre deine Füße. Wo ist dein Schwerpunkt? Was nimmst du wahr? An welchen Moment möchtest du dich erinnern?

Mehr
Schwerelose Bewegungen im Wasser
Wasser-Sommer-Seen

 

Life-Work-Balance: aktive Entspannung im Gehen

Hier findest du eine Beschreibung der Wanderung zum Gschwadtnerbauer in Garmisch und fünf Tipps zum entspannten Gehen, damit es keinen Muskelkater gibt.

 

2016085 Hängebrücke

Life-Work-Balance: ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bewegung und Pause

Ich nehme euch heute zum TRAGER Walk in die Berge mit.

Eine kurze Anreise nach Partenkirchen und die Wanderschuhe werden geschnürt. Es geht durch ein kleines Tal an einem Wasserfall vorbei den Berg hinauf. Gleich zu Beginn spüre ich meine Füße und beginne gleichmäßigen Schrittes. Ich entdecke meinen Rhythmus, damit die Atmung und der Kreislauf eins werden. Um die Stufen leicht und locker zu gehen, drücke ich mich jedes Mal bewusst ab und stelle mir die stabilen Knochen vor. So spare ich Kraft.

 

2016084 Hängebrücke

Wir erreichen entspannt die Stelle, wo einst die Gamshütte stand. Jetzt führt eine Hängebrücke über das Tal. Ich überliste mich selbst und überquere die Brücke. Vorher habe ich zugegeben, dass Hängebrücken nicht meine Stärke sind, und die Ermutigung meiner Mitwanderinnen hat mich sehr gestärkt.

Glücklich und mindestens fünf Zentimeter größer erreiche ich die andere Seite. Dort spüre ich wieder festen Boden unter den Füßen.

 

 

 

2016083 Wandern

Weiter geht es durch Wälder und über Wiesen. Wir betrachten die Bäume, die Wurzeln und spüren in unsere Füße hinein. Nach einer Pause mit MENTASTICS-Übungen, damit die Beine nicht schmerzen, und einer Lockerung der Muskeln merken wir, wie uns die Neugier auf den Berg treibt.

Ziel ist der Gschwandtnerbauer und das Kuhglockengeläut empfängt uns schon von weitem. Die Hausmannskost und die Kuchen sind hervorragend, die Aussicht ist einfach grandios.

 

20160810 Ich Genuß

 

Wir genießen nach dem Laufen die Ruhe und das entspannte Sitzen.

Die Stühle erlauben das Anlehnen und die Brüstung das gemütliche Hochlegen der Beine.

 

 

Zurück geht es bergab und wir spüren die Beine wie Spiralfedern. So werden die Knie nicht so belastet und es geht sich leichter.

Ein Traumtag mit wirklich schöner Aussicht geht zu Ende. So kann ich Kraft tanken für die nächsten Klienten. Bewegung und Entspannung geht so leicht.

Zu Hause lockere ich die Beine mit Beinerollen, Wadendehnen und vor dem Zu-Bett-Gehen gibt’s noch ein heißes Fußbad mit Natron und NUAD Öl. 

2016088 Baum Aussicht

Körperarbeit – wie findest du dein Gleichgewicht

Fuß

Leider gibt es immer wieder Taten wie die gestern in München. Auch in derartigen Momenten ist es wichtig, das eigene körperliche und psychische Gleichgewicht wiederzuerlangen. Die TRAGER-Methode schult genau dies und bietet viele Übungen dazu an.

 

 

Solche Nachrichten machen etwas mit uns. Ich selbst habe es gestern auf einem Jugendfestival in Gauting gespürt und meine Technik hat mir innere Ruhe und Kraft gegeben.

Wenn ich etwas über leich(t)er leben oder leich(t)er gehen etc. poste, meine ich damit, dass es unendlich wichtig ist, über eine gute Bodenständigkeit und Vertrauen zu verfügen. Von alleine haben dies leider die wenigsten Menschen, aber beides ist erlernbar.

Skelett

In meinen Workshops und Sitzungen merke ich immer wieder, wie wichtig es ist, den Körper zu spüren. Das geht über Berührung, bildliche Vorstellung, Erfahren und Anatomiewissen. Gerade bei Panikattacken, Depressionen und Trauer ist es wichtig, die Füße, das Knochengewicht und eine gute Unterstützung des Bodens zu spüren. Das gibt Halt, Sicherheit und Vertrauen.

Eine Klientin beschrieb das innere Bild, das ihr kam, so: „Vor der Sitzung war die Pyramide auf dem Kopf, danach stand sie wieder richtig herum.“ An dieses Bild kann sie sich jetzt immer erinnern.

Bei meinem TRAGER-Walk meinte eine Teilnehmerin: „Ich fühle mich sicherer, ruhiger, gelassener – und das nach ein paar Übungen.“ Sie faszinierte, wie schnell und leicht sich etwas verändern kann, und war ihrer Kollegin unendlich dankbar, dass sie sie mitgenommen hat.

Wenn du merkst, Gefühle überrollen dich oder du bist gestresst, helfen ein paar Übungen:

 

  • Stelle dich bewusst auf deine Füße, verlagere das Gewicht vom einen Fuß auf den anderen, ohne dass die Knie oder die Hüfte einknicken.
  • Pendel hin und her, Ferse, Zehen, links, rechts.
  • Stelle dir vor, du lehnst an einem Baum und bist genauso stabil verwurzelt.
  • Nehme deine Zehenknöchelchen, deine Schienbeinknochen wahr. Sie geben dir Halt und Kraft.
  • Vielleicht gibt es ein Musikstück, das dich beruhigt.
  • Einen Moment innehalten, versinken, Füße spüren und die Bäume oder eine Blume betrachten.

Das sind nur ein paar Ideen. Was jeder Einzelne braucht, ist sehr individuell, da jeder einzigartig ist. Hier liegt meine Kunst oder Gabe: Bei meinen Klienten schnell herauszufinden, was hilft, damit sie sofort abrufbares Handwerkszeug für ihr tägliches Leben haben.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren, du kannst diese Bewegungen überall machen – so wie ich am Strand. Ich freue mich über euer Feedback, davon lernen wir alle. Teilt die Erfahrungen, wir brauchen alle einen guten Halt und innere Stabilität. Danke!

Gleichgewicht

Leich(t)er Gehen im Hofgarten München

Hofgarten 3

Es wird schon bald Tradition. Im Juni war der erste Trager Walk draußen im Hofgarten München. Gemeinsam entdecken wir, wie unterschiedlich sich Orte und Wege anfühlen. Die Geräuschkulisse, wenn Fahrräder über den Kies fahren, der Geruch der Linden und die Menge an Menschen. Jede Einzelne nahm etwas anderes wahr.

 

 

Wir machen viele Entdeckungen:

  • Wie fest wird die Muskulatur, wenn wir gehen und an Beton denken?
  • Wie geschmeidig, wenn wir gehen und an Moos denken? Eine Teilnehmerin hatte die Assoziation „Chefetage“ wegen des Teppichbodens.
  • Knieschmerzen: Lass dein Knie vor dir gehen. Um Bewegungsübungen in den Alltag zu integrieren, kam meine Anregung: „Gehe mit deinem Knie aufs Klo“, was uns herzlich zum Lachen brachte.
  • Vor der Kaffeemaschine: Wechsel dein Gewicht von links nach rechts. Nütze die Pausen, das entspannt auch das Gehirn.
  • Lass die Arme hängen, spüre wie das ganze Körpergewicht in den Boden sinkt. Die Knochen sind wie ein Gerüst, sie stützen dich.

Kleine Wellen der Arme bringen viele Schulter-Nacken-Muskeln in Bewegung. Wir machen das als Partnerübung. Eine stützt die andere an der Schulter. Was gibt es Besseres, als sich anzulehnen? Auch hier das Spiel mit dem Gewicht. Probiere es an einem Baum oder Türstock aus.

Hofgarten 1

 

Erfüllt von neuen Erfahrungen gehen wir locker und leicht, die wunderbaren Rosenbüsche im Hofgarten betrachtend, in den Biergarten vom Tambosi und lassen den Abend kulinarisch und mit anregenden Gesprächen ausklingen. Und mit dem Gefühl, wir kennen uns schon länger. Ein Dankeschön an die Anwesenden, es war auch für mich ein erfüllender Abend mit viel Leichtigkeit.

 

 

Das ist ein kleiner Auszug aus dem Trager Walk, neugierig?  Die nächsten Termine sind am 20.7. und 16.8.2016 im Hofgarten München.